Wie Ihr wisst, ist die Jüdische Geschichte nicht unbedingt die einfachste. Aber gerade deshalb ist sie erzählenswert und sollte auf Eurer To-do-Liste stehen. Das Jüdische Museum schafft es nämlich, zwei Jahrtausende der deutsch-jüdischen Geschichte darzustellen und Euch mit all Euren Sinnen nahe zu bringen.

beeindruckende Architektur Judisches Museum Berlin

In dem zickzackförmigen Neubau werdet Ihr auf ganz besondere Weise durch das Museum geführt. Am Eingang befindet sich eine Schiefertreppe. Sie führt ins Untergeschoss, wo die Ausstellung beginnt. Dort trefft Ihr auf drei schiefe Achsen, die Euch drei verschiedene Wege der Jüdischen Geschichte zeigen. Die erste Achse ist die Achse der Emigration und führt aus dem Gebäude hinaus in den Garten des Exils. Der Weg dorthin ist uneben und die Wände sind schräg. Ihr bekommt also von Anfang an ein Gefühl der Beklommenheit. Und auch der Garten ist kein Garten wie Ihr ihn kennt, sondern er ist umringt von Betonmauern und besteht aus 49 Betonstehlen, die 6 Meter hoch und schräg sind. Dazu kommt, dass der Boden auf dem sie stehen auch schräg ist und wenn Ihr dort durchlaufen werdet, dann entsteht ein Unwohlsein, das nicht mal in Ansätzen beschreibt, was es bedeutet im Exil zu sein.

Die zweite Achse ist die Achse des Holocaust und ist eine Sackgasse. Der immer enger und dunkler werdende Gang endet im Holocaust-Turm. Dieser Gedenkturm ist kalt, hoch und dunkel und vermittelt Euch ein Gefühl, dass ich gar nicht beschreiben kann.
Aber es gibt noch die dritte Achse, die Achse der Kontinuität. Sie ist mit den anderen beiden Achsen verbunden und ist Zeichen dafür, dass alles überwunden werden kann.

Vom Untergeschoss folgt Ihr dann über eine Treppe dem Rundgang in die Zweite Etage, dort geht die Ausstellung weiter und führt Euch systematisch und chronologisch durch die zwei Jahrtausende der deutsch-jüdischen Geschichte.

Ein Besuch im Jüdischen Museum Berlin ist keine leichte Kost, allerdings unbedingt sehenswert. Der Eintritt kostet nur 8 Euro und das Museum ist bis 20 Uhr geöffnet, montags sogar bis 22 Uhr. Ihr solltet aber ein bisschen Zeit für die Sicherheitskontrolle am Eingang einplanen. Von unseren vier Hotels, dem LINDEMANN’S, dem fjord hotel berlin, dem CALMA Berlin Mitte und dem Anna 1908 kommt Ihr ohne umzusteigen mit der U-Bahn oder der S-Bahn zum Museum.

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